Die Internationalen Messiaen-Tage, deren Höhepunkt jeweils die Aufführung des „Quartetts auf das Ende der Zeit“ am 15. Januar ist, können im Januar 2021 nicht stattfinden. Das komplette Programm, das unter dem Titel „Angst und Hoffnung“ steht, wird um dreieinhalb Monate verschoben auf die Tage von Donnerstag, 29. April, bis Sonntag, 2. Mai 2021.
Vor genau 80 Jahren, am 15. Januar 1941, fand am Stadtrand von Görlitz eines der ungewöhnlichsten Konzerte des 20. Jahrhunderts statt. Der französische Komponist Olivier Messiaen (1908 – 1992) war Kriegsgefangener im Stalag VIII A. In diesem Lager führte er an jenem Tag mit drei mitgefangenen Musikern erstmals sein „Quatuor pour la fin du temps“ (Quartett auf das Ende der Zeit) auf – eines der bedeutendsten Werke des Zwanzigsten Jahrhunderts. Seit 2008 erinnert der Verein Meetingpoint Music Messiaen jeweils am 15. Januar mit einem Konzert an diese Uraufführung.
Anlässlich dieses Jahrestages erscheint bereits am 15.01. das Festival-Magazin, das an Olivier Messiaens Zeit in Görlitzer Kriegsgefangenschaft erinnert. Das Magazin ist ab dem 15.01. erhältlich beim Meetingpoint Music Messiaen e.V. (Demianiplatz 40, 02826 Görlitz) und in digitaler Version auf eben dieser Website verfügbar: www.messiaen-tage.eu