Noch ein Ring - und des Rätsels Lösung
Jeder hier weiß es wohl: In Jonsdorf wurden seit Jahrhunderten (bis 1915) Mühlsteine hergestellt und weithin exportiert. Die Mühlsteinbrüche kennt wohl jeder. Grund dafür ist übrigens der sehr geeignete, durch Vulkanismus gehärtete Sandstein, der dort ansteht.
Siehe auch hier: http://www.naturpark-zittauer-gebirge.de/de/files/muehlsteinbrueche_1.pdf
Das Aushauen der Mühlsteine erforderte besonderes Geschick. Und die Mühlsteinmetzen maßen ihr Können - daran erinnert unser Steinring. Denn am Ende der Herstellung eines Mühlsteins muss eine Aussparung für einen Wulst der Achse der Mühle am inneren Ring ausgeschlagen werden. Bei größeren Steinen bestand der Ehrgeiz, einen unversehrten Ring herauszuschlagen. Das ist sicher nur den besten Meistern gelungen. Dass es eine besondere Ehre war, davon zeugen die noch heute in der Jonsdorfer Kirche ausgestellten Ringe (siehe unser Bild).
Diese Tradition eines in unserer Region beheimateten alten Handwerks ist offenbar fast in Vergessenheit geraten. Danke an alle, die mitgerätselt haben!
Wir wollen bald eine Ausstellung zu den alten Handwerken in der Südlichen Oberlausitz durchführen, denn in unserer Sammlung gibt es viele Beispiele solcher Merkwürdigkeiten.