+++ Treffen der ostdeutschen City-Manager +++
Wie erhalten wir attraktive Innenstädte und was macht attraktive Innenstädte aus? Ohne Zweifel muss sprichwörtlich "Leben in der Bude/der Innenstadt" sein! Und zum Leben gehören Bummel-Meilen, Landesgeschäfte, Restaurants und Kneipen.
Klingt gut, wird aber für viele Mittelzentren und kleinere Städte immer mehr zum Problem. Der gesellschaftliche Trend zum Online-Shoppen geht zu Lasten vieler kleinerer Einzelhändler, wie Modeboutiquen, Buchhändler, Fotoläden etc. Und dann kommt der Schneeballeffekt: verschwinden die ersten Geschäfte, wird die Innenstadt insgesamt unattraktiver, was weniger Besucher anlockt. Und das spüren dann wiederum die Ladenbesitzer, die noch da sind.
Viel Gesprächsstoff also für die rund 30 Citymanager aus ganz Ostdeutschland, die sich dieses Mal zu ihrem Jahrestreffen in unserer
Zittau.eur IHK-Geschäftsstelle trafen. Da wurden viele gute Ideen aus allen Ecken Ostdeutschlands zusammengetragen. Wie wärs zum Beispiel mit riesigen Plakatwänden, Graffiti- und Fotogemälden wie in Neubrandenburg? Oder Open-Air-Märkten und Gutscheinaktionen während Corona wie in Prenzlau?
Auch IHK-Kollege Jiří Zahradník, Leiter unseres Zittauer Kontaktzentrums nach Tschechien, steuerte Input für die Citymanager bei. Er verwies in seinem Impulsvortrag auf die oft völlig unbeachteten und brachliegenden Potenziale der ausländischen Shopping-Gäste. Allein von Zittau aus leben innerhalb von einer Autostunde rund 490.000 Tschechen auf böhmischer Seite mit teilweise sehr guter Kaufkraft. Kommunen sind gefragt, hier noch viel zielgerichteter zu werben und in der jeweiligen Landessprache zu informieren. Denn klar ist: auch Tschechen und Polen kommen gerne nach Deutschland zum Shoppen, weil sie wissen, dass es hier gute Produkte gibt.
Alles in allem ein super Austausch, von dem jeder Citymanager ein bisschen was für die eigene Arbeit zuhause mitnehmen konnte. Mehr Impressionen gibt's in der Fotogalerie und den Bildunterschriften.
#GemeinsamWirtschaftStärken #gemeinsamerfolgreich