Tomaten in Sicht 🍅… und das in Hülle und Fülle – ob im eigenen Garten, dem Garten der Nachbarn, den man in der Urlaubszeit hüten und beernten darf, oder beim Lieblingsgärtner um die Ecke
#duhastdiewahlkauflokal. Die Pflanzen sehen vielleicht nicht mehr so schön aus, die Blätter zeigen schon Herbstzeichen 🍂 und manche Früchte bleiben grün, aber die lange und langsam ausgereiften „pommes d'amour“ sind Sonnen- und Sommergeschmacksoffenbarungen.
Anja feiert die Tomate in Form von Sugo und ist der Meinung, man sollte immer ein paar eingekochte Gläser davon auf Vorrat haben! Nichts muntert das Gemüt an dunklen Wintertagen so auf, wie der Duft und der Geschmack des Sommers.
Und so geht's: In Öl oder Fett werden grob in Ringe geschnittene Zwiebeln angebraten, bis sie Farbe annehmen. Dann fügt man die grob in Stücke gehackten Tomaten hinzu. Es kann alles gemischt werden, jede Sorte bringt eine eigene geschmackliche Komponente ein. Schrumpelig? Wunderbar! Leicht angedrückt? Kein Problem! Schimmelstellen? Großzügig wegschneiden und den guten Teil verwenden. Am besten man fragt auf dem Markt oder in der Gärtnerei direkt nach „Suppentomaten“. Was nicht so schön ist, ist dennoch voller Aroma – warum sollte man die Ernte verschwenden? Dann heißt es eigentlich nur noch zuschauen und gelegentlich umrühren. Auf kleiner Flamme wird das angehende Sugo bei geringer Hitze im offenen Topf stundenlang geköchelt. Das ist wörtlich zu verstehen, man sollte dem Ganzen schon 4 bis 5 Stunden gönnen, gern auch länger. Es passiert etwas Faszinierendes: Die ursprünglich spitze und scharfe Säure wird mild, die Aromen verbinden sich zu einer runden Süße und es schmeckt schon ohne die Zugabe jedes Gewürzes. Aber gut kann besser werden. Eine Stunde vor Ende der Garzeit werden großzügig Knoblauch und Oregano zugegeben. Auch Lorbeerblätter und Rosmarin sind gut geeignet. Alle Hitze-liebenden Kräuter sollten Zeit haben, sich zu entfalten. Basilikum hingegen braucht später den frischen Auftritt.
Zum Schluss wird das Sugo durch die flotte Lotte oder ein Passiersieb gegeben. Fertig sind eine herrliche Suppe, ein traumhafter Pizzabelag und die perfekte Basis für eine Sauce Bolognese.
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Viel Spaß beim Einkochen!
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(Foto: Christina Heinig)