Das regional und überregional bedeutsame Wirtschafts- und Regionalarchiv des Kraftwerks Hirschfelde geht online 👏🏻- und zwar über viele Kanäle: Sachsendigital, Deutsche Fotothek, Deutsche Digitale Bibliothek, Europeana und Co.📚 💻
Im Rahmen des Landesdigitalisierungsprojektes des Freistaats Sachsen konnte der Bestand in den vergangenen Jahren weitreichend digitalisiert werden. In Zittau präsentierte heute der Stiftungsrat zusammen mit der Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) nach mehrjähriger Arbeit (!!! 😅) die Ergebnisse des Großprojekts und damit seinen Beitrag zum Jahr der Industriekultur.
💬 Anja Nixdorf-Munkwitz (Geschäftsführerin der Stiftung): „Die Industriekultur und Energiegeschichte der Lausitz ist damit erweitert, erschlossen und nutzbar gemacht worden.“
💬 Dirk Sturm (Archivar der Stiftung): „Digitalisierung ist mehr als Überführung von alten Unterlagen, sie sind die Schaffung einer neuen Zugangsvoraussetzung, die für jedermann jetzt diesen historischen Schatz jetzt nutzbar macht. Nicht nur Papier und Dokumente, sondern vor allem die vielen Fotos und einige Filme sorgen für eine besondere Überraschung dieses Bestands.“
💬 Dr. Konstantin Herrmann (SLUB Dresden): „Im Jahr der Industriekultur nimmt das Interesse an einschlägigen Digitalisaten aus diesem Bereich zu. So ist auch die digitale Präsentation der Materialien des Kraftwerks Hirschfelde als Beitrag zum Jahr der Industriekultur zu verstehen.“
Der Bestand des Betriebsarchivs ist in Fotos, technische Pläne und Schriftakten gegliedert. Dokumentationen des Baufortschritts in den verschiedenen Bauphasen seit 1917, der Entwicklung der maschinellen Ausrüstung, von Havarien und Unfällen, aber auch kultureller, sportlicher und politischer Veranstaltungen sind überliefert. Mit Hilfe dieser Dokumente lässt sich nachvollziehen, wie sich die Landschaft um Hirschfelde im Laufe der letzten 100 Jahre verändert hat, wie die Stromversorgung mit der industriellen Entwicklung der Oberlausitz zusammenhing oder auch wie sich die Lebensverhältnisse der Arbeiter und Arbeiterinnen wandelten.
https://sachsen.digital/alle-sammlungen/historisches-betriebsarchiv-kraftwerk-hirschfelde/
🏭 Das Kraftwerk Hirschfelde war das älteste sogenannte Großkraftwerk in Sachsen. Von 1911 an versorgte es die Oberlausitz und später als Teil der Landesstromversorgung ganz Sachsen. Dem Teilabriss nach der Stilllegung in den 90er Jahren folgte die Nutzung als technisches Denkmal und Museum. 2017 wurde das Museum wegen Baufälligkeit geschlossen. Seit 2009 kümmert sich die Stiftung Kraftwerk Hirschfelde um die Erinnerung und Pflege der Geschichte des vor rund 100 Jahren gebauten ersten sächsischen Großkraftwerkes. Seit 2013 arbeitet sie an der Erschließung der Quellen.
https://industrie-geschichte-lausitz.de/