Landratsamt Görlitz präsentiert das Schaffen von Paul Sinkwitz
Nach fast 100 Jahren wird in Görlitz endlich wieder einmal das vielfältige Werk des Oberlausitzer Künstlers Paul Sinkwitz gezeigt. Heute Nachmittag wurde in Anwesenheit von Bettina Sinkwitz-Schau, der Tochter des Künstlers und Dr. Stephan Meyer, Mitglied des Sächsischen Landtags, die Exposition feierlich eröffnet.
Die Ausstellung ist dem Andenken des bedeutenden Oberlausitzer Künstlers Paul Sinkwitz gewidmet, der als junger Künstler eine seiner ersten Ausstellungen vor fast 100 Jahren in Görlitz hatte. Wie kaum ein anderer beherrschte er vom Wandbild bis zur Schriftkunst die ganze Palette künstlerischer Techniken meisterhaft. Für ihn war Kunst ein Medium, dass nicht nur für gehobene Stunden sorgen, sondern möglichst das ganze Leben durchdringen sollte. Als bildender Künstler vertrat er den ganzheitlichen Ansatz der von ihm mitbegründeten Werkkunstbewegung. Von 1922 an lebte er über 30 Jahre in Hellerau, wo er 1931 ein Atelierhaus baute und seine Familie gründete. 1955 folgte er einem Ruf nach Stuttgart mit einem Lehrauftrag an der höheren Meisterfachschule. Immer wieder zog es ihn in die alte Heimat, wo er in der Dresdener Diakonissenkirche ein großes Abendmahl-Wandbild schuf. Auch sorgte er als Herausgeber des Kreuzkalenders dafür, ein verbindendes Podium für Künstler aus Ost, West und dem Ausland zu schaffen, wofür ihm noch kurz vor seinem Tode 1981 das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde.
Die Ausstellung „Paul Sinkwitz. Bildender Künstler der Oberlausitz“ ist bis zum 28. August 2020 zu den Öffnungszeiten im Landratsamt in Görlitz zu sehen.