Zittau hat mit seinen beiden Fastentüchern in Osnabrück groß gepunktet!
In ihrer wechselvollen Geschichte ging es den kostbaren Tüchern noch nie so gut wie heute. Deshalb sollten die Originale ihre geschützten Vitrinen in Zittau auch niemals mehr verlassen. Aber ihre Kopien machten in letzter Zeit echt Furore und werden hoffentlich viele Leute dazu verführen, unsere kulturgeschichtlich so reiche Stadt und das Dreiländereck zu besuchen. Ihre Präsentation im katholischen Dom und in der evangelischen Marienkirche von Osnabrück wird sicherlich dazu beitragen. Und vielleicht gibt auch der gut besuchte Vortrag „Die Zittauer Fastentücher – einzigartig in Deutschland, bedeutend für Europa“ am vergangenen Donnerstagabend im Domforum einen Anstoß dazu.
Die Bischofsmesse am Aschermittwoch vor der Kopie des Großen Zittauer Fastentuches erinnerte mich an die am 2. März 1996 in St. Peter in Köln, als Kardinal Meißner gemeinsam mit Pater Friedhelm Mennekes vor dem gerade in der Schweiz restaurierten Original einen Gottesdienst zelebrierte. Sternstunden wiederholen sich kaum, aber in Osnabrück konnten wir es erleben. Dass hier die Fastentuchkopien in einer katholischen und einer evangelischen Kirche liturgisch Dienst tun, hat es überhaupt noch nicht gegeben.
Also: Auch wenn wir aus dem Rennen um die Kulturhauptstadt Europas 2025 ausgeschieden sind, die noch bis zum Sonntag nach Ostern in Osnabrück präsentierte Ausstellung wirft ohne jeden Zweifel ein helles Licht auf unsere Stadt. Einige weitere Fotos unterstreichen das.