Natur und Idee noch bis 16.02. im Barockhaus Neißstraße 30
Es ist der ungewöhnliche Versuch, zwei Künstler in einer Ausstellung zu zeigen, die gut 200 Jahre trennen, aber die die Kunst und die Beschäftigung mit der Natür und ihren Phänomenen eint.
Egbert Kasper, Jahrgang 1957, beschäftigt sich intensiv mit der Natur und ihren Erscheinungsformen. Für seine Kunst sammelt er Naturmaterialien, die er unter anderem im eigenen Garten findet. Daraus schöpft er seine Ideen, in Zeichnungen greift er ihre Strukturen auf und entwickelt sie weiter. Andererseits verarbeitet er das Material in Plastiken und lässt daraus neue Figuren entstehen.
Adolf Traugott v. Gersdorf gehört zu den bedeutendsten Universalgelehrten der Aufklärung. Bekannt ist er uns heute insbesondere durch seine Experimente mit Elektrizität. Doch er ist auch ein versierter Künstler. In seinen Lichtenbergschen Figuren macht er elektrische Ladungen mithilfe von Farbpulvern sichtbar. Rund 1500 dieser fragilen Staubbilder sind erhalten, jede Figur ist ein Unikat. Und die zur Herstellung benutzten Instrumente und Maschinen sind noch heute im Physikalischen Kabinett im Barockhaus Neißstraße 30 ausgestellt.
Für Kurzentschlossene bieten wir heute 14:00 Uhr die letzte Kuratorenführung mit Kai Wenzel an.