++ SCHWERER RÜCKSCHLAG - HAUNER ERSCHIESST ZU VERSPIELTE FÜCHSE ++
Richtig gute Spiele haben unsere Lausitzer Füchse zuletzt immer wieder abgeliefert. Allerdings stimmte nach den Niederlagen zum Beispiel in Kassel und Frankfurt die Punktausbeute einfach nicht. Aber gehört nicht zu einem richtig guten Spiel auch der Erfolg? Insofern war es heuer bei den über weite Strecken sehr biederen Bietigheim Steelers „nur“ ein gutes Spiel, weil die Geradlinigkeit, die letzte Entschlossenheit, die Konsequenz vor dem Tor von Keeper Stephon Williams fehlte. Viel brachten die Grün-Weißen nicht auf unser Gehäuse. Aber wenn etwas kam, war es zumeist brandgefährlich. Dreimal nutzten die Ellentaler freie Schussbahnen konsqeuent und hielten sich so die Oberlausitzer auf tabellarischer Distanz. Die Spiele der Hauptrunde werden immer weniger, der Weg aus dem Tabellenkeller damit immer schwieriger zu gehen. Um mit dem Bild aus Minute 16 zu sprechen: Da kriegst du doch die Tür nicht zu…
Zwei Icings in Minute eins läuteten vor 2.895 Besuchern die erste Sturm- und Drangphase der Füchse ein, die praktisch fast 16 Minuten andauerte. Und dann war das Drittel praktisch auch schon um… Die erste große Möglichkeit verbuchte Clarke Breitkreuz, der direkt vor Stephon Williams stand, den Bietigheimer Hüter aber nicht überlisten konnte (4.). Auch bei dem Nachsetzer von Feodor Boiarchinov nach Schrägschuss von Thomas Reichel war der grün-weiße Goalie zur Stelle (6.). Die erste Prüfung für unseren Schlussmann war ein Blueliner von Max Prommersberger, den Mac mühelos wegfing (8.). Danach stürmte nur Blau-Gelb. Kale Kerbashian steuerte allein auf Williams zu, traf aber unten links nur den Pfosten (12.). Noch mehr Platz hatte Kapitän Breitkreuz, schob aber am freien rechten Eck vorbei (13.). In Minute 15 spielten die Füchse Powerplay bei Fünf gegen Fünf, kamen aber nur zu drei Halbchancen. Und dann fiel das Tor – aber auf der falschen Seite. Aus einem Bully konterten die Hausherren mit Zwei gegen Einen. Norman Hauner entschloss sich zum Abschluss und traf über Carruths Fanghand zur Führung. „Schmeichelhaft“ ist als Adjektiv zu schwach, um das 1:0 treffend zu charakterisieren. Aber jetzt kamen auch die aus dem Ellental zu einer weiteren guten Torgelegenheit. Als die Scheibe von der Bande ins Halbfeld gespielt wurde, war erneut Hauner da und zog ab. Diesmal schnappte Carruths Fanghand zu (16.). Nach einem kleinen Scharmützel zwischen Brett Breitkreuz und Joel Keussen quittierte die hintere Bandentür an unserer Wechselbank den Dienst. Und weil eine Reparatur doch zeitaufwändiger war, wurde die erste Pause vorgezogen. In den letzten reichlich vier „Nachspielminuten“ passierte das, was man als „unglaublich“ bezeichnen darf. Gerade noch versuchte sich Jakub Kania mit dem Bauerntrick und hob den Nachschuss mit der Rückhand vorbei (18.), da konterten die Steelers, Eric Stephan legte zurück auf Freddy Cabana und der machte hoch das 2:0. Weißwasser spielte, Bietigheim traf…
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Foto: Timo Raiser/DEL2