++ DIE HOFFNUNG LEBT - STARKER KALE KERBASHIAN FÜHRT FÜCHSE ZUM SIEG ++
Es war ein kurzweiliger und höchst unterhaltsamer Eishockeyabend, den die Lausitzer Füchse den 2.614 Besuchern boten. Denn im Duell mit den Ravensburg Towerstars zeigten sich die Blau-Gelben richtig entschlossen, defensiv stabil, kreativ im Offensivspiel und richtig aggressiv in den Zweikämpfen. Das 4:1 entsprach allemal den Spiel- und Chancenanteilen. Kale Kerbashian überzeugte bei seinem Debüt als echte Verstärkung und trug sich direkt in die Torschützenliste ein. An sich stellte sich nach dem Erfolg über die Oberschwaben die Frage: Wie konnte diese EHC-Mannschaft eigentlich aus den Meisterrundenrängen rutschen? Statt nach Antworten zu suchen, die verschenkte Zähler nicht mehr zurückbringen, sollte man sich an den Leistungen der letzten Wochen erfreuen, die die Hoffnung auf das versöhnliche Ende mit dem Erreichen des vorzeitigen Klassenerhalts weiter leben lassen.
Unsere Jungs zeigten von Anbeginn an, dass sie heuer definitiv nichts zu verschenken hatten. Jordan George trug in Abwesenheit von Mike Hammond den Top-Scorer-Helm. An seiner Seite stürmten Clarke Breitkreuz und Brad Ross. Der Neue, Kale Kerbashian, gab den Center zwischen Darcy Murphy und Tomas Andres. Angriffsreihe drei bildeten Daniel Schwamberger, Luke Nogard und Fabian Dietz. Und die vierte Sturmlinie bestand aus dem sich abwechselnden Quartett Feodor Boiarchinov, Thomas Reichel, Julius Karrer und Mychal Monteith. Brad Ross war es, der nach drei Minuten die Fanghand von Olafr Schmidt einem ersten Test unterzog. Die Angereisten waren in Minute sechs premierengefährlich, als Mac Carruth einen Schuss von Matias Haaranen mit der Schulter aus der kurzen Ecke kratzte. Wenig später hatte Kerbashian die Schrägschussmöglichkeit, verfehlte aber das Tor (8.). Derweil Darcy Murphy die erste Strafe abbrummte, rettete Carruth stark gegen Vincenz Mayer (11.). Sonst ließen unsere Männer praktisch nichts zu. Direkt von der Strafbank kommend, gehorchte das Spielgerät dem Darcy Murphy eben nicht auf’s Wort, sodass der zwar Goalie Schmidt noch umkurven konnte, aber im Abschluss noch entscheidend behindert wurde (12.). Einen Keussen-Schrägschuss hielt Schmidt prima (13.). Und der Ex-Füchse-Schlussmann blieb auch gegen Fabian Dietz der Sieger, als er dessen Solo stoppte (14.). Auf der Gegenseite krallte sich Carruth eine Direktabnahme von Patrick Seifert (auch 14.), ehe Ollie Schmidt erst Murphys Knaller und dann auch Kerbashians Nachsetzer den Einschlag verwehrte (15.). Tatsächlich ging es hin und her mit leichten Vorteilen für Weißwasser, obwohl die zweimal in Unterzahl gerieten. Garantiert darf man über die Strafenaussprüche trefflich diskutieren. Als Brad Ross draußen saß, hielt Mac Carruth mit ganz schneller Bewegung gegen David Zucker die Null (17.). Und kurz vor der ersten Sirene brachten die Unparteiischen die Stimmung auf den vorläufigen Siedepunkt, als auch noch Oliver Granz eliminiert wurde, weil der sich gegen David Zucker gelehnt hatte und der Puzzlestädter umkippte. Das nennt man dann angeblich „Halten“.
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