Die Kohleregionen Europas fordern von der neuen EU-Kommission eine aktive Unterstützung bei der Strukturentwicklung und dem Umbau der Reviere. Bei ihrer zweiten Jahrestagung heute in Görlitz unterzeichneten 14 Kohleregionen die "Görlitzer Erklärung". Erfolgreicher Klimaschutz und der Transformationsprozess könne nur gemeinsam mit den betroffenen Menschen und in einem fairen Verfahren gelingen, so der Tenor: "Wir erwarten, dass zusätzliche Mittel für Investitionen in Infrastruktur, Unternehmen, Forschung, Innovationen und Fortbildungsmaßnahmen in den nächsten Jahren zur Verfügung gestellt werden", sagte der sächsische Europa-Minister Oliver Schenk.
Hintergrund: Die EU-Kohleplattform wurde vor zwei Jahren in Straßburg gegründet, um den Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den Kohleregionen Europas zu fördern. Nach dem Tagungsauftakt heute in Görlitz werden deren Vertreter morgen Projekte des Strukturwandels in der Pilotregion Lausitz besuchen. Vertreter der 41 Kohleregionen in Europa erhalten so aktuelle Informationen zu europäischen, länderspezifischen und lokalen Initiativen durch vielfältige Vorträge und Exkursionen, aber auch genügend Zeit für persönliche Gespräche. Die rund 260 Teilnehmer diskutieren dabei unterschiedliche Ansätze in den einzelnen Staaten mit dem Ziel von einander zu lernen, aber auch um sich als gemeinsame Stimme in der Thematik gegenüber den Regierungen zu positionieren. Die erste Jahrestagung dieser Art fand im vergangenen Jahr im polnischen Kattowitz statt. // https://ec.europa.eu/germany/news/20171211-kohleregionen_de