Die politischen Vertreter der Landkreise Zgorcelec, Liberec und Görlitz, der Städte Bogatynia, Zittau.eu, Hrádek nad Nisou und der Verkehrsverbände ZVON (Oberlausitz-Niederschlesien) sowie Korid (Liberecký Kraj) unterzeichnen heute, am 2. November 2019, anlässlich der Feierlichkeiten zu 160 Jahre Eisenbahnverbindung Zittau-Liberec ein gemeinsames Memorandum, in dem sie ihre nationalen Regierungen mahnen, eine zeitnahe Einigung zur Sanierung des in Polen gelegenen Teilstück der Strecke Zittau-Liberec zu finden. Das ca. 2,7km lange Teilstück befindet sich in einem derart schlechten Zustand, dass die Züge diese Passage aus Sicherheitsgründen lediglich im Schleichtempo befahren können.
„Vor dem Hintergrund, dass diese Strecke eine sehr wichtige Verbindung in der Euroregion darstellt, die den Liberecký Kraj, aber auch weiter Teile des polnischen Riesengebirges mit der sächsischen Landeshauptstadt und dem deutschen und europäischen Bahnnetz verbindet, bitten wir die polnische Zentralregierung, auf die Angebote der sächsischen und der tschechischen Seite einzugehen“, erklärt Martin Půta, Landrat des Kreises Liberec, das Ziel des Memorandums. Der betreffenden Streckenabschnitt zwischen Hrádek nad Nisou und Zittau ist seit vielen Jahren Gegenstand der Bemühungen der Euroregion Nisa / Neisse und der Landkreise und Kommunen am Dreiländereck Polen/Deutschland/Tschechien.