+++ Wirtschaftsstammtisch in Boxberg/O.L. +++
Wie weiter während und nach dem beschlossenen Braunkohleausstieg im Lausitzer Revier? Unser IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Detlef Hamann diskutierte vorgestern - teilweise sehr lebhaft - mit rund 40 Unternehmern aus der Region rund um Boxberg in der Oberlausitz (Impressionen siehe Fotos). Dr. Hamann zeigte das Engagement der IHK Dresden bei der politischen Gestaltung des Kohlesausstiegs auf und skizzierte unsere Aktivitäten der vergangenen Wochen und Monate. So stehen wir in ständigem Austausch mit regionalen Akteuren und Politikern, mit der sächsischen Staatsregierung und über unsere sächsischen Bundestagsabgeordneten auch mit der Bundespolitik. Direkten Input für diese Gespräche erhalten wir von unseren regionalen Mitgliedsunternehmen vor allem über unsere IHK-Geschäftsstellen in Görlitz, Zittau und Bautzen.
Diese sind es, die nun in den kommenden Wochen dem sog. Strukturstärkungsgesetz den letzten Schliff verpassen müssen. Dr. Hamann machte kein Hehl daraus, dass er mit der aktuellen Fassung noch nicht zufrieden ist: "Neben den großen Infrastrukturvorhaben fehlen vor allem Maßnahmen, die die jetzigen Bestandsunternehmen unterstützen und entlasten. Nur diese werden den Strukturwandel durch kluge Ideen und mutige Entscheidungen am Ende konkret vor Ort gestalten." Die IHK ist auch zu diesem Punkt mit den Entscheidungsträgern in Berlin im Gespräch. Ebenfalls schwierig sei laut Dr. Hamann die momentan noch fehlende einheitliche Organisationsstruktur bzw. Stimme der durch zwei Bundesländer getrennten Lausitz.
Die Erkenntnis der Diskussion: Das Thema und der Prozess sind unglaublich komplex und der Weisheit letzten Schluss hat hier wohl niemand und wird auch nicht in solchen Runden gefunden. Dennoch ist es besser miteinander zu sprechen als die Dinge nur abzuwarten. Wir bleiben dran und halten Sie auf dem Laufenden!
#GemeinsamFürDieLausitz