Auf dem Flugplatz in Rothenburg wurde heute im Beisein von Landrat Bernd Lange, Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie den Geschäftsführern der Elbe Flugzeugwerke GmbH (EFW) und des Flugplatzes Rothenburg eine Absichtserklärung unterzeichnet.
Konkret geht es hierbei um den ersten Baustein auf dem Weg zur Etablierung des Verkehrslandeplatzes zu einem Zentrum für die Nachnutzung von Flugzeugkomponenten und die nachhaltige Rückgewinnung von Roh- und Wertstoffen in den Wirtschaftskreislauf. Der Geschäftsführer des Flugplatzes in Rothenburg, Thomas Rublack (3.v.r.), informierte heute die Anwesenden über mögliche weitere Entwicklungen.
**Hintergrund**
Der Luftverkehr ist ein wachsender Verkehrsbereich, bei dem der Recyclingbedarf von Flugzeugen, Komponenten und Materialien zunimmt. Dabei entwickelt sich ein nachhaltiges und zukunftsträchtiges Geschäftsfeld. Analysten erwarten eine hohe Anzahl von Flugzeugstillegungen bis 2026. Zum Ziel eines nachhaltigeren Flugverkehrs gehört auch, Flugzeuge, nachdem sie außer Dienst gestellt sind, zu recyceln und ihre Teile nutzbar zu machen – in Englisch: retire, recycle, reuse. Außer Dienst gestellte kleinere Flieger bis hin zu A320-Flugzeugen (Schmalrumpfflugzeuge) könnten in Rothenburg „ein Leben nach dem Tod“ bekommen. Das gilt sowohl für die Bauteile als auch für nachhaltige Materialien, wie hochwertige Kohlefasern. Gemeinsam mit Branchenexperten für die verschiedenen Arbeitsschritte wird der Flugplatz dafür am Verkehrslandeplatz die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Denn der Flugplatz bietet mit seiner Infrastruktur alles, um von Anfang an in dieser Wachstumsbranche dabei zu sein. Dieses unternehmerische Engagement ist ein Baustein, um im Strukturwandel neue wirtschaftliche Bereiche für Arbeit und Wertschöpfung in der Lausitz aufzubauen.