Leader-Projekte im #unbezahbarland
Teil 7: In Ludwigsdorf bei Görlitz laden Kürbisse zum Klettern und Spielen ein
In unmittelbarer Nähe zum Sportplatz und am Neißeradweg gelegen ist 2017 für die Ludwigsdorfer Kinder ein einzigartiges Spielangebot, und für vorbeikommende Radfahrer eine neue Verweilmöglichkeit geschaffen worden. Der Görlitzer Spielplatzbauer und Holzkünstler Björn Enders hat individuell gefertigte Spielgeräte aufgestellt. Zentrales Thema des Spielplatzes ist der Kürbis.
Seit 2008 gehören in Ludwisgdorf gezüchtete Riesenexemplare mit Rekordgewichten von über 600 kg immer wieder zu den Gewinnern der hier im Ort stattfindenden Offenen Sächsischen Meisterschaften im Kürbiswiegen. Dieses Wahrzeichen des Ortes sollte sich im neuen Spielangebot wiederfinden. Eine im kommunalen Eigentum befindliche freie Fläche in der Nachbarschaft zum Sportlerheim wurde für den Spielplatz auserkoren.
Bevor der Bau beginnen konnte, wurden die späteren Nutzer befragt. Die Kinder der Ludwisgdorfer Kindertagesstätte „Storchennest“ haben mit viel Fantasie ihre Wünsche zu Papier gebracht. Ein Baumhaus mit Rutsche, eine große Schaukel und ein kleiner Sandkasten standen auf der Wunschliste ganz oben. Die Arbeiten begannen im Februar 2017. Nach zwei Monaten Bauzeit wurde der Spielplatz am 27. April bereits eröffnet.
Als Hauptattraktion ist ein Kistenkürbishaus entstanden, welches als Baumhaus an die vorhandene Weymouthskiefer montiert wurde. So sind vielfältige und spannende Kletter- und Erlebnisräume geschaffen worden. Der in Holzkisten liegende Riesenkürbis thront als höchster Punkt des Spielplatzes in drei Metern Höhe. Dort bieten Gucklöcher und ein Fernrohr schöne Weitblicke in die Umgebung. Hier wurde auch die gewünschte Rutsche installiert. Der Sandkasten für die kleinen Kinder ist ebenfalls nicht vergessen worden. Er wurde als Boot gestaltet, dessen Form an ein Kürbisstück erinnert. Natürlich durfte auch eine große Schaukel nicht fehlen. Spielplatz-, Garten- und Landschaftsbau haben insgesamt 48.000 Euro gekostet. 80 Prozent davon sind durch LEADER gefördert worden. „Ohne LEADER hätten wir dieses Vorhaben nicht umsetzen können“, erklärt Christian Freudrich, Spielplatzplaner im Sachgebiet Straßenbau und Stadtgrün der Stadtverwaltung Görlitz.
„Spielplätze sind Orte der Begegnung. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern und Großeltern“, benennt Freudrich die Motivation für diese Investitionen. „In ländlichen Regionen spielen solche Treffpunkte eine wichtige Rolle.“ Viele Familien im Ort haben genug Platz auf ihren Grundstücken für eigene Spielgeräte. Doch das ist nicht vergleichbar mit solch einem Spielplatz. Es sind die Begegnungen mit anderen Menschen, die zu einem positiven Lebensgefühl unbedingt dazugehören, insbesondere im ländlichen Raum.
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Hintergrund:
LEADER (französisch: „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“) ist eine Initiative der Europäischen Union zur Entwicklung der ländlichen Räume unter maßgeblicher Mitarbeit der Bevölkerung. Die finanzielle Unterstützung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER erfolgt aus ELER-Mitteln sowie aus sächsischen Landesmitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.
http://leader.landkreis.gr/
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