Letztes Update:
20191008135120

Geographiestunde im Museum

09:10
14.08.2019
Einen Einblick in ein besonders aufwändiges Restaurierungsprojekt des Museums Bautzen bekommen interessierte Besucher am Sonnabend, dem 17. August. Im Rahmen eines Museumsgespräches stellt Dr. Jürgen Vollbrecht ab 11 Uhr vier Atlanten vor, die 2018 mit Hilfe von Fördermitteln der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und Eigenmitteln der Stadt Bautzen restauriert werden konnten.

Die Atlanten, die größtenteils aus dem 18. Jahrhundert stammen, waren stark verschmutzt und teilweise beschädigt. Sie wurden zunächst aus der Bindung der Einbände gelöst, die irreversibel geschädigt waren. Anschließend wurden die Karten einzeln restauriert und in der Reihenfolge ihrer ehemaligen Bindung in neu angefertigte Aufbewahrungsschuber eingelegt. Die originalen Einbände wurden in einen akzeptablen Zustand gebracht und werden nun separat aufbewahrt.

Abbildung: Homann Heredibus, Planiglobii terrestris, Kupferstich, koloriert, 18. Jahrhundert, Museum Bautzen.

Daniela Hielscher

Oberlausitzer Keramik in allen Facetten

09:22
06.08.2019
Was ist der Unterschied zwischen Engobe- und Pinselmalerei? Wie sieht Schwämmeldekor aus? Und wann wurde eigentlich Spritzdekor als Dekortechnik erfolgreich? Diese und andere Fragen beantwortet Ophelia Rehor vom Museum Bautzen am Sonnabend, dem 10. August 2019. Ab 15 Uhr führt sie interessierte Besucherinnen und Besucher durch die aktuelle Kabinettausstellung »Die Sammlung Plewe. Oberlausitzer Keramik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts«. Dabei stellt die Kunsthistorikerin ausgewählte Stücke aus der annähernd 1.000 Teile umfassenden Privatsammlung des Ehepaars Plewe vor, die dem Museum Bautzen im Winter 2018 geschenkt wurde.

Durch ihre Meistermarken und durch bestimmte Dekore konnten die ausgestellten Keramiken einzelnen Töpferwerkstätten in der Region westlich von Bautzen zugeordnet werden. Neben bunten Bauerngeschirren mit traditionellen Dekoren, Glasuren und Mustern, sind unter den Exponaten der Kabinettausstellung auch einige ausgefallenere Objekte zu finden. Sie zeigen, dass Oberlausitzer Töpfer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch innovative Formen und Designs fertigten, die vom Stil des französischen Art déco inspiriert waren. 

Foto: Oberlausitzer Keramik, Steingut, um 1920/30, Museum Bautzen

Daniela Hielscher