Wenn der sozialdemokratische Oberbürgermeister der Stadt Bautzen via SZ verkündet, dass er nach den wochenlangen Zerwürfnissen in der Stadt, ein Gesprächsforum vorschlage - dann bin ich hellwach.
Wenn er aber dabei die frisch gekürte Botschafterin für Demokratie und Toleranz, einen grünen und einen linken Stadtrat vom Dialog ausschließt, weil sie teilweise über das Ziel hinauszuschießen würden, dann läßt er mich ratlos zurück.
Ich oute mich als Wähler von Alexander Ahrens. Mein Wahlentscheidung war mit der Hoffnung auf frischen Wind in der Stadt Bautzen verbunden. Das davon nur noch eine müde Flaute übrig geblieben ist, mag unterschiedliche Ursachen haben.
Noch bleibt Zeit, enttäuschte Wähler zurück zu gewinnen, mit dem SPD-Parteibuch in der Hand wird es auch nicht leichter.
Dann aber auch noch das demokratische Spektrum links von der Mitte zu brüskieren, ist politisch unklug oder womöglich auch wohl kalkuliert.
Alexander Ahrens tanzt geschmeidig auf der politischen Bühne, aber er rockt nicht. Jetzt soll er nur nicht ausrutschen ...