Letztes Update:
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Polizei zieht positives Fazit

16:20
26.08.2018

Für die Stuttgarter Polizei war es ein ruhiger Sonntag. "Wir hatten keine unerwarteten Verkehrsbehinderungen", sagte ein Sprecher gegenüber unserer Redaktion. Auch sonst verlief das Großereignis in Stuttgart ruhig. Mittlerweile sind fast alle Straßensperrungen aufgehoben. 

Redaktion

Jedermann ohne Startnummer

16:19
26.08.2018

„Man sollte nie mit einem Rad fahren, bei dem man nicht über die Stange steigen kann“, erklärt Bernd Sendersky am Rande der Theodor-Heuss-Straße zwei Jungs, die mit ihren Bikes und Helmen aussehen, als hätten sie Ambitionen, eines Tages selbst Rennen zu fahren. Der 52-Jährige ist entspannt und guter Laune. Die 120 Kilometer, die er bereits gefahren ist, hat er locker weggesteckt. Sendersky war auf der Langstrecke des Jedermannrennens unterwegs. „Heute konnte ich es einfach genießen“, sagt er. „Es ging nicht um eine Platzierung. Ich habe ohne Startnummer teilgenommen und bin einfach nur mitgefahren.“ So etwas sei unter Radsportlern kein Problem, versichert er, während im Hintergrund die Siegerehrung der Profis vonstattengeht. Eine der Medaillen, die an die schnellsten Jedermänner vergeben werden, trägt er dennoch um den Hals. In Magstadt sei er kürzlich in seiner Altersgruppe auf Platz 6 gelandet, berichtet Sendersky, ehe er sich wieder dem sportlichen Nachwuchs zuwendet und seine Gangschaltung erläutert.

Redaktion

Politt feiert in Stuttgart Etappensieg

15:55
26.08.2018

Nils Politt hat die letzte Etappe der Deutschland-Tour gewonnen. Auf der Theodor-Heuss-Straße in Stuttgart setzte sich der deutsche Radprofi gegen die Konkurrenz durch. Der Gesamterfolg bei der nach zehnjähriger Unterbrechung wiederbelebten Rundfahrt ging allerdings an den Slowenen Matej Mohoric. Politt schob sich durch seinen Sprintsieg vor großer und stimmungsvoller Kulisse in Stuttgart noch auf den zweiten Gesamtrang, sechs Sekunden fehlten nach vier Etappen und knapp 740 km auf Mohoric.

Redaktion

Colombo, Haritz, Altig, Betz: Radlegenden treffen sich am Streckenrand

14:54
26.08.2018

„Hallo fauler Sack!“, begrüßt ein Bekannter Jürgen Colombo. Der ehemalige Rennradfahrer lacht. „Ich war wirklich ein bisschen faul“, erklärt er augenzwinkernd und ergänzt: „Deshalb habe ich damals beim Fahren auch von der Straße auf die Bahn umgesattelt. Das versprach schnelleren Erfolg.“

Ganz so schlimm kann es mit der Faulheit nicht gewesen sein: 1972 holte Colombo als Teil eines Bahn-Vierers, dem auch der ebenfalls anwesende Günter Haritz angehörte, olympisches Gold in München.

Am Sonntag ist er eine von zwanzig Radgrößen, die sich im Al Campo, der Vereinsgaststätte des MTV Stuttgart zusammengefunden haben. „Wir gehen nachher zum Herdweg und werden ein bisschen zusehen“, verrät Willi Altig, der gemeinsam mit seinem Bruder Rudi in den 50er und 60er Jahren große Erfolge feierte.

Die Stuttgarter Tour-Strecke sei insgesamt nicht einfach, fügt er fachmännisch hinzu. Sie verlange viele Rhythmuswechsel. Das Umschalten zwischen unterschiedlichen Anforderungen sei schwieriger, als eine längere Steigung zu fahren. „Ich denke, am Herdweg fallen die Kartoffeln hinten raus, wie man ein bisschen flapsig sagt“, meldet sich Werner Betz zu Wort, der unter anderem 1985 die Europameisterschaft der Steher für sich entscheiden konnte.

Christoph Kutzer